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04.06.2018
Schiedsrichtergrundlehrgang 2018: Bericht aus Ratzeburg

Ratzeburg, Zentrum der internationalen Ruderelite, gab an diesem Wochenende auch ein Stelldichein von Badmintonversierten, die neben den eigentlichen Aktivitäten auf dem Spielfeld auch die Fähigkeit erlernen wollten, das Spiel als Schiedsrichter (SR) erfolgreich zu leiten. Das Fazit eines schweißtreibenden Samstags: Mehr als 90 Prozent der Teilnehmer schafften die erste Hürde, den schriftlichen  Prüfungstest.

Ein "illustres und munteres Völkchen" aus nahezu allen SH-Bezirken war freiwillig zum alljährlichen SR-Grundlehrgang in die Drei-Seen-Stadt erschienen  oder aber wurde von den Vereinen "zwangsweise" verpflichtet. Ratzeburg als Tagungsort schien dem ersten Anschein nach ein wenig abseits in SH zu liegen, doch der ursprüngliche Plan war, die LVe MekPom und Hamburg mit einzubinden. Hier war aber der Bedarf offensichtlich gleich Null  traurig.

Die anfänglich 14 gemeldeten Kandidaten gingen am Vortag "schwanger" und mutierten nach leichtem Auf und Ab final zu 17 Aspiranten. Dabei hatten neun das Ziel eines geprüften SR, fünf strebten den Status eines SH-Novums Regelkundiger an und drei Teilnehmer erbrachten den Leistungsnachweis als Regelkundiger ohne das Erfordernis, an der schriftlichen Prüfung teilnehmen zu müssen.

Der Unterrichtsplan sah ein Dialogprogramm vor, der die Teilnehmer zu jeder Zeit einband und von Beginn an für stets aufgeweckte Stimmung sorgte. Die Stolpersteine des Schiedsens  bei den Kategorien Aufschlag, Fehlerarten, der Wiederholung einer Rallye und dem vielfach unbekannten Wesen SR-Zettel meisterten die Aktiven durch Diskussionen, bei denen die Teilnahme am Spielbetrieb von Vorteil war.

Voll gepackt mit schriftlichen Unterlagen zum Punktesystem, dem Fahrplan eines Badmintonspiels, eines Schulungshandbuches für Spielfeld-Offizielle und einem jungfräulichen SR-Zettel konnten sich die Teilnehmer eigenhändig den letzten Schliff geben für die schriftliche Prüfung.

Erst mit der Ausgabe dieser "Dokumente" trat die große Stille ein. Die Konzentration auf die praxisorientierten Fragen sorgte zu einem erfreulichen Ergebnis. Mit 47 von möglichen 48 Punkten schrammte ein angehender SR knapp am Idealmaß vorbei. Lediglich zwei von 14 Prüflingen haben die Chance nach einer erfolgreichen Ehrenrunde. Das Endergebnis sprach eine erfreuliche Sprache für die Art der Lehrstoffvermittlung. In diesem Zusammenhang ein herzlicher Dank an den Co-Lehrgangsleiter Thomas Wulf.

Inwieweit das erfolgreiche theoretische Wissen nun auf dem "Bock" rasch und korrekt umgesetzt werden kann, wird sich am 17./18. November bei der Bezirksmeisterschaft O19, Gruppe Nord, in Gelting zeigen. Bis dahin kann nur der Grundsatz lauten: Üben, üben, üben; Schiedsen lernt man nur durch Schiedsen.

Dirk Kellermann, AfSR